Bestandsaufnahme zur digitalen Transformation in Deutschland
Die digitale Transformation ist in Deutschland angekommen und prägt jede Branche und jedes Unternehmen. Doch in vielen Organisationen klaffen Wunsch und Wirklichkeit noch (zu) weit auseinander. Die Wichtigkeit einer durchgängigen Digitalisierung wird zwar erkannt, doch in der Umsetzung ist man längst nicht so weit, wie man sein könnte: Dies jedenfalls legt eine IDC-Studie aus diesem Jahr nahe, die im Auftrag von Microsoft erstellt worden ist.
Die Marktforscher von IDC haben dazu im Herbst vergangenen Jahres über 200 Betriebe und Organisationen mit mehr als 500 Mitarbeitern befragt, um Antworten zu folgenden und weiteren Themen zu erhalten: Wo genau stehen Unternehmen in Deutschland bei ihrer digitalen Transformation? Wie weit sind sie bei der Umsetzung schon gekommen? Mit welchen Hürden sehen sie sich konfrontiert?
Digitale Transformation in Deutschland
Laut dem IDC MaturityScape Benchmark Assessment „Unternehmen zwischen Tradition und Wandel – Die digitale Transformation in Deutschland“ hat die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland begonnen, in digitale Technologien zu investieren, ihre Prozesse anzupassen oder neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dabei bewerten fast zwei Drittel der Unternehmen (62 Prozent) ihr eigenes Tun und Handeln positiv und sehen sich selbst auf Augenhöhe mit ihren Wettbewerbern.
„Die Ergebnisse des IDC Benchmark Assessments zeigen allerdings, dass die Unternehmen ihren Reifegrad in Summe aktuell überschätzen“, sagt Lynn-Kristin Thorenz, Associate Vice President, Research & Consulting, bei IDC. „Auch, wenn immer mehr Organisationen die Notwendigkeit der digitalen Transformation erkennen, so zeichnet das IDC Benchmark Assessment ein eher ernüchterndes Bild. Unternehmen müssen jetzt handeln, um den Anschluss nicht zu verpassen.“
Jedes fünfte Unternehmen steht demnach als Digital Resister der Digitalisierung noch abwartend gegenüber. 64 Prozent – die sogenannten Digital Explorer und Digital Player – haben die Notwendigkeit zum Handeln immerhin erkannt und erste Projekte begonnen. Doch wie die Studie zeigt, befassen sich diese Unternehmen zwar mit der digitalen Transformation, setzen aber nicht im ausreichenden Maße neue Aktivitäten um. Typische Gründe: In vielen Fällen sind interne Verantwortlichkeiten nicht geklärt, und es fehlt häufig an Ideen und konkreten Ansatzpunkten. Lediglich 16 Prozent der Unternehmen leben als Digital Transformer und Digital Disruptor die digitale Transformation bereits – und sind dadurch im Markt führend.
Vornehme Zurückhaltung ist fehl am Platz
Während 84 Prozent der befragten Firmen bei ihrer digitalen Transformation noch in den Startlöchern stecken und lediglich einzelne Initiativen umsetzen, sind die verhältnismäßig wenigen echten „digitalen Vorreiter“ bereits dabei, digitale Technologien offensiv einzusetzen. Dadurch gewinnen sie einen Vorsprung zum Wettbewerb und erschließen neue Märkte, so IDC.
Schnelligkeit sei ein entscheidender Erfolgsfaktor in der digitalen Welt, heißt es in der IDC-Studie weiter: „Dies ist umso wichtiger, da die Unternehmen auf den oberen beiden Stufen, die Digital Transformer und Digital Disruptor, beginnen, sich vom Rest abzusetzen.“
Dr. Gerhard Kebbel, Bereichsleiter Digitalisierung, Landesbank Hessen-Thüringen, bringt diese Herausforderung aus Sicht der Umfrageteilnehmer auf den Punkt: „Sie müssen immer damit rechnen, dass etwas passiert, das man überhaupt nicht auf dem Schirm hat. Wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, haben Unternehmen nur eine Chance, wenn sie Strukturen haben oder rasch entwickeln können, die zur Disruption fähig sind.“
Die richtigen Voraussetzungen schaffen – mit moderner IT
Um Prozesse über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen zu vernetzen und somit die Grundlage für eine durchgängige digitale Transformation im Unternehmen zu schaffen, ist den Analysten von IDC zufolge eine flexible und skalierbare Infrastruktur unabdingbar: „Mit den häufig noch vorhandenen, gewachsenen IT-Ressourcen lässt sich die digitale Transformation der Unternehmen und Geschäftsfelder nur unbefriedigend umsetzen“, so die IDC-Experten. Ihre Empfehlung: Unternehmen sollten die Modernisierung ihrer konventionellen Systeme und Anwendungen zügig angehen. „Hier liegt großes Geschäftspotenzial brach, das mithilfe von Analytics und kognitiven Technologien erschlossen werden kann. Entscheidend dabei ist, die für das Anwendungsszenario relevanten Daten effizient und kostengünstig zu analysieren, um geschäftsrelevante Erkenntnisse zu gewinnen.“
Lese-Tipp: Hintergründe und Tipps zur digitalen Transformation
Erfahren Sie mehr über die befragten Unternehmen, die deutschlandweiten Ergebnisse und die konkreten Tipps von IDC, wie Organisationen jetzt die digitale Transformation angehen sollten. Laden Sie hier Ihr Exemplar der IDC-Studie „Unternehmen zwischen Tradition und Wandel – Die digitale Transformation in Deutschland“ herunter – selbstverständlich kostenlos.