#GoldeneBlogger: Franzi von Kempis über gesellschaftliche Positionierung von Unternehmen

veröffentlicht am
Am 09. März 2020 wird zum dreizehnten Mal der Social-Media-Preis „Goldene Blogger“ verliehen. Die Gewinner aus 18 Kategorien werden in diesem Jahr im Rahmen einer Gala bei Microsoft Berlin gekürt. Neben Youtuber Rezo, Journalismus-Shootingstar Samira El-Ouassil oder Moderator Kai Pflaume darf auch die Bloggerin und Autorin Franzi von Kempis auf einen der begehrten Preise hoffen.
Wir haben sie gefragt in welcher Verantwortung sie sich als Blogger*in sieht und welche Plattformen für sie am wichtigsten sind.

In welcher Verantwortung siehst du dich als reichweitenstarke Multiplikatorin und wie gehst du mit dieser Verantwortung um?
Ich will mich für Themen einsetzen, die mir am Herzen liegen, andere Personen sichtbar machen, mich an einem öffentlichen Diskurs beteiligen und soweit möglich, keine Fakten raushauen, die ich selbst nicht überprüft habe. Und wenn doch: Dazu stehen und das deutlich machen.
Mit welchem Thema sollten sich Blogger*innen, Instagramer*innen in diesem Jahr mehr beschäftigen?
Das hängt natürlich komplett vom Fokus des jeweiligen Blogs ab. Ich persönlich freue mich über alle, die sich dafür einsetzen, wie wir miteinander auch über schwierige, über politische oder wirtschaftliche Themen sprechen können; sei dass in dem sie Dinge erklären, zu denen ich sonst keinen Zugang habe, mir Menschen vorstellen, die ich vorher noch nicht kannte oder mir Perspektiven aufzeigen, die ich sonst selbst nicht erkennen würde.
Welche Bedeutung haben die Plattform, auf der du am aktivsten bist, und deine Community für dich?
Aktuell hüpfe ich durch viele verschiedene Plattformen und jede hat ihre Berechtigung, sei das Instagram, Facebook oder Twitter. Gefühlt am neugierigsten machen mich natürlich die Plattformen, mit denen ich noch nicht als Reichweitenmedium experimentiert habe, wie Tiktok oder Telegram.
Wie können oder sollten Unternehmen ihre Stimme im digitalen Umfeld nutzen?
Sie können und sie sollten - immer in einem Rahmen der zum eigenen Unternehmen passt, aber zeitgemäß und auf keinen Fall nach dem Prinzip "wegducken". Ich finde außerdem spannend, wie und ob sich Unternehmen gesellschaftspolitisch positionieren . Wir leben ja in Zeiten, in denen sich sowohl Arbeitnehmende als auch Arbeitgebende die Frage stellen, wie und ob man Widerspruch leistet, im Alltag, zu bestimmten Themen und wenn man sich einsetzt, wann und wofür und unter welchen Bedingungen.
Was wäre die eine Frage, die du Microsoft stellen würdest?
Wie hält es Microsoft als Unternehmen es mit der gesellschaftspolitischen Positionierung, wo liegt für das Unternehmen die Grenze zwischen "angehen" und "nicht unser Thema"?
Wir bei Microsoft nehmen unsere (digitale) Verantwortung sehr ernst. Wir sind in großen Teilen mitverantwortlich für die Veränderungen, die wir durch unsere Innovationen anstoßen - sei es in Politik, Gesellschaft oder Wirtschaft. Daher setzen wir uns weltweit dafür ein, dass alle Menschen und Organisationen von der Digitalisierung profitieren und die von uns entwickelten Technologien stets zum Guten eingesetzt werden. Hier können Sie mehr über Corporate Digital Responsibility bei Microsoft erfahren.