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Gleiche Angriffsziele, neue Playbooks: Ostasiatische Bedrohungsakteure nutzen neuartige Methoden

Schematische Darstellung eines Kriegsschiffs mit grafischen roten Kreisen und schwarzen Netzelementen vor einem rosafarbenen Hintergrund.

Microsoft hat seit Juni 2023 mehrere beachtliche Cyber- und Desinformationstrends aus China und Nordkorea beobachtet, die zeigen, dass die Versuche nicht nur intensiviert wurden, sondern auch ausgeklügeltere Desinformationstechniken eingesetzt werden, um die Ziele zu erreichen.

Chinesische Cyberakteure haben in den letzten sieben Monaten im Wesentlichen drei Zielgebiete ausgewählt:

  • Eine Gruppe chinesischer Akteure hat sich umfassend auf Entitäten auf den Inseln im Südpazifik fokussiert.
  • Eine zweite Gruppe chinesischer Akteure hat die Cyberangriffe gegen regionale Kontrahenten im Südchinesischen Meer fortgesetzt.
  • Gleichzeitig hat eine dritte Gruppe chinesischer Akteure die US-amerikanische Verteidigungsindustrie kompromittiert.

Chinesische Desinformationsakteure haben nicht den geografischen Umfang ihrer Ziele ausgeweitet, sondern an ihren Techniken gefeilt und mit neuen Medien experimentiert. In chinesischen Desinformations­kampagnen werden KI-generierte oder KI-optimiere Inhalte weiter verfeinert. Die Desinformationsakteure hinter diesen Kampagnen haben gezeigt, dass sie gewillt sind, KI-generierte Medien zu verstärken, die ihre strategischen Narrative stützen, und eigene Videos, Memes und Audioinhalte zu erstellen. Solche Taktiken wurden in Kampagnen eingesetzt, die die Spaltung in den USA anheizen und Risse in der Asien-Pazifik-Region, einschließlich Taiwan, Japan und Südkorea, vertiefen. Diese Kampagnen haben unterschiedliche Resonanz erfahren, und es gibt nicht die eine Formel, um eine konsistente Zielgruppenbeteiligung zu erzeugen.

Cyberakteure aus Nordkorea haben es in die Schlagzeilen geschafft, da sie im letzten Jahr vermehrt die Softwarelieferkette angegriffen und Kryptowährungen gestohlen haben. Strategische Spear-Phishing-Kampagnen gegen Forschende, die die koreanische Halbinsel untersuchen, bleiben ein konstanter Trend. Nordkoreanische Bedrohungsakteure scheinen jedoch zunehmend auf legitime Software zurückzugreifen, um noch mehr Opfer zu gefährden.

Gingham Typhoon hat es auf Regierungs-, IT- und multinationale Entitäten auf den Inseln im Südpazifik abgesehen

Im Sommer 2023 hat Microsoft Threat Intelligence umfangreiche Aktivitäten der in China beheimateten Spionagegruppe Gingham Typhoon beobachtet, die fast jedes Land auf den Inseln im Südpazifik ins Visier genommen hat. Gingham Typhoon ist der aktivste Akteur in dieser Region und trifft mit komplexen Phishing-Kampagnen internationale Organisationen, Regierungsstellen und den IT-Sektor. Zu den Opfer gehören lautstarke Kritiker der chinesischen Regierung.

Diplomatische Verbündete von China, die zu Opfern der letzten Gingham Typhoon-Aktivitäten wurden, sind Regierungsbehörden, handelsbezogene Abteilungen, Internetdienstanbieter sowie eine Transportentität.

Diese offensiven Cyberaktivitäten könnten durch den verstärkten geopolitischen und diplomatischen Wettbewerb in der Region angestoßen worden sein. China strebt mit Staaten auf den Inseln im Südpazifik strategische Partnerschaften an, um wirtschaftliche Beziehungen auszubauen und diplomatische sowie Sicherheitsvereinbarungen auszuhandeln. Von der chinesischen Cyberspionage in dieser Region sind auch Wirtschaftspartner betroffen.

Chinesische Akteure haben beispielsweise im großen Maßstab multinationale Organisationen in Papua-Neuguinea ins Visier genommen, einem langjährigen diplomatischen Partner, der von zahlreichen BRI-Projekten (Belt and Road Initiative, „Neue Seidenstraße“) profitiert, wie etwa vom Bau einer Schnellstraße, die die Regierungsgebäude von Papua-Neuguinea mit den Hauptstraßen der Hauptstadt verbindet.1

Karte, die die Häufigkeit von gezielten Cyberbedrohungen in pazifischen Inselstaaten zeigt, mit größeren Kreisen.
Abbildung 1: Beobachtete Ereignisse von Gingham Typhoon von Juni 2023 bis Januar 2024. Diese Aktivität verdeutlicht die anhaltende Konzentration auf die südpazifischen Inselnationen. Viele dieser Aktivitäten sind jedoch schon seit Jahren im Gange und spiegeln die Konzentration auf diese Region wider. Die geografischen Standorte und der Durchmesser der Symbole sind repräsentativ.

Inmitten von Militärmanövern des Westens bleibt das Südchinesische Meer im Fokus chinesischer Bedrohungsakteure

Bedrohungsakteure in China zielen weiterhin auf Entitäten im Südchinesischen Meer und dessen Umgebung, die mit wirtschaftlichen und militärischen Interessen von China in Zusammenhang stehen. Bei dieser Gelegenheit haben diese Akteure Regierungs- und Telekommunikationsopfer im Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) kompromittiert. Chinesische staatsnahe Cyberakteure zeigen eine besonderes Interesse an Zielen, die mit den zahlreichen Militärmanövern der USA in der Region in Beziehung stehen. Im Juni 2023 hat Raspberry Typhoon, eine nationalstaatliche Aktivitätsgruppe mit Sitz in China, Wochen vor einem seltenen multilateralen Seemanöver mit Indonesien, China und den USA erfolgreich Militär- und Führungsentitäten in Indonesien und ein malaysischen Seefahrtssystem angegriffen.

Entitäten, die mit einem Seemanöver der USA und der Philippinen in Zusammenhang stehen, waren Ziel eines anderen chinesischen Cyberakteurs, Flax Typhoon. Granite Typhoon, ein weiterer Bedrohungsakteur mit Sitz in China, hat in diesem Zeitraum vor allem Telekommunikationsunternehmen in der Region kompromittiert. Zu den Opfern zählen Unternehmen in Indonesien, Malaysia, den Philippinen, Kambodscha und Taiwan.

Seit der Veröffentlichung des Microsoft-Blogbeitrags zu Flax Typhoon hat Microsoft im Herbst und Winter 2023 neue Flax Typhoon-Ziele in den Philippinen, in Hongkong, Indien und den USA festgestellt.2 Dieser Akteur greift zudem häufig den Telekommunikationssektor an, was oft zu vielen nachgelagerten Effekten führt.

Karte mit Daten von Microsoft Threat Intelligence zu den am stärksten angegriffenen Regionen in Asien.
Abbildung 2: Beobachtete Ereignisse, die auf Länder im oder um das Südchinesische Meer zielen, durch Flax Typhoon, Granite Typhoon oder Raspberry Typhoon. Die geografischen Standorte und der Durchmesser der Symbole sind repräsentativ.

Nylon Typhoon kompromittiert Entitäten für auswärtige Angelegenheiten weltweit

Der Bedrohungsakteur Nylon Typhoon mit Sitz in China hat seine langjährige Gepflogenheit, Entitäten für auswärtige Angelegenheiten in Ländern weltweit anzugreifen, fortgesetzt. Zwischen Juni und Dezember 2023 hat Microsoft Nylon Typhoon bei Regierungsentitäten in Südamerika, einschließlich Brasilien, Guatemala, Costa Rica und Peru, beobachtet. Der Bedrohungsakteur trat auch in Europa in Erscheinung und hat Regierungsentitäten in Portugal, Frankreich, Spanien, Italien und dem Vereinigen Königreich kompromittiert. Die meisten europäischen Ziele waren zwar Regierungsentitäten, es wurden aber auch einige IT-Unternehmen kompromittiert. Zweck dieser Angriffe ist die Nachrichtengewinnung.

Chinesische Bedrohungsgruppen nehmen militärische Einrichtungen und die kritische Infrastruktur in den USA ins Visier

Schließlich nahmen die Aktivitäten von Storm-0062 im Herbst und Winter 2023 stark zu. Viele dieser Aktivitäten kompromittierten Regierungseinrichtungen, die im Zusammenhang mit der US-Verteidigung stehen. Betroffen waren Zulieferer, die technische Ingenieursdienstleistungen in den Bereichen Luftfahrt, Verteidigung und natürliche Ressourcen bereitstellen. Diese Bereiche sind für die nationale Sicherheit der USA von entscheidender Bedeutung. Darüber hinaus hatte Storm-0062 wiederholt militärische Einrichtungen in den USA zum Ziel. Ob die Gruppe bei den versuchten Kompromittierungen erfolgreich war, ist jedoch unklar.

Die US-amerikanische Verteidigungsindustrie bleibt ein Ziel von Volt Typhoon. Im Mai 2023 konnte Microsoft Angriffe auf Organisationen der kritischen Infrastruktur in den USA Volt Typhoon zuschreiben, einem vom chinesischen Staat geförderten Akteur. Volt Typhoon hat mit LOTL-Techniken (Living off the Land) und Hands-on-Keyboard-Aktivitäten die Netzwerke von Organisationen infiltriert.3 Mithilfe dieser Taktiken konnte Volt Typhoon heimlich nicht autorisierten Zugriff auf die Zielnetzwerke erlangen. Von Juni bis Dezember 2023 griff Volt Typhoon weiterhin kritische Infrastrukturen an und zielte auch auf die Ressourcenentwicklung ab, indem SOHO-Geräte (Small Office/Home Office) in den USA kompromittiert wurden.

In unserem Bericht von September 2023 haben wir ausgeführt, wie chinesische IO-Ressourcen (Influence Operation, Desinformationskampagne) damit begonnen haben, mithilfe von generativer KI überzeugende, ansprechende visuelle Inhalte zu erstellen. Im Verlauf des Sommers konnte Microsoft Threat Intelligence erneut KI-generierte Memes identifizieren, die sich gegen die USA richteten. In diesen wurden kontroverse innenpolitische Probleme hochgespielt und die aktuelle Regierung kritisiert. Mit China in Zusammenhang stehende IO-Akteure verwenden weiterhin KI-optimierte und KI-generierte Inhalte (im Folgenden „KI-Inhalt“ genannt) in Desinformations­kampagnen. Deren Volumen und Häufigkeit haben im Verlauf des Jahres noch zugenommen.

Mehr KI und mehr Desinformation

Der produktivste dieser Akteure, die KI-Inhalt nutzen, ist Storm-1376. Dies ist die von Microsoft gewählte Bezeichnung für einen mit der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verbundenen Akteur, der auch als „Spamouflage“ oder „Dragonbridge“ bekannt ist. Im Winter haben andere mit der KPCh verbundene Akteure mit einem umfassenderen Einsatz von KI-Inhalt begonnen, um Online-IO zu ergänzen. Dazu gehörte eine bemerkenswerte Zunahme von Inhalten zu taiwanesischen Politikern und Politikerinnen im Vorfeld der Präsidentenwahlen am 13. Januar. Dies war das erste Mal, dass Microsoft beobachten konnte, wie ein nationalstaatlicher Akteur mithilfe von KI-Inhalten versucht hat, eine Wahl im Ausland zu beeinflussen.

KI-generierte Audioinhalte: Am Wahltag in Taiwan hat Storm-1376 mutmaßlich KI-generierte Audioclips des Foxconn-Inhabers Terry Gou veröffentlicht, ein unabhängiger Kandidat bei der Präsidentschaftswahl in Taiwan, der seine Kandidatur im November 2023 zurückgezogen hat. In der Audioaufzeichnung mit der Stimme von Gou wurde ein anderer Präsidentschaftskandidat empfohlen. Die Stimme von Gou in der Aufzeichnung ist wahrscheinlich KI-generiert, da Gou eine solche Aussage nie getroffen hat. YouTube ist schnell aktiv geworden, bevor dieser Inhalt eine beträchtliche Benutzerzahl erreicht hat. Diese Videos folgten Tage, nachdem ein gefälschter Brief von Terry Gou online zirkulierte, in dem derselbe Kandidat unterstützt wurde. Das führende Faktencheck-Unternehmen von Taiwan hat den Brief entlarvt. In Gous eigener Kampagne wurde der Brief als Fälschung bezeichnet und es wurden rechtliche Schritte dagegen angekündigt.4 Gou hat formal keinen Präsidentschaftskandidaten unterstützt.
Ein Mann im Anzug spricht auf einem Podium mit chinesischem Text und einer Grafik mit einer Audiowellenform im Vordergrund.
Abbildung 3: Die von Storm-1376 veröffentlichten Videos verwendeten KI-generierte Sprachaufnahmen von Terry Gou, um den Anschein zu erwecken, er habe einen anderen Kandidaten unterstützt.
KI-generierte Nachrichtensprecher: KI-generierte Nachrichtensprecher, die von Dritten mithilfe des Capcut-Tools des chinesischen Technologieunternehmens ByteDance generiert wurden, tauchten in einer Vielzahl von Kampagnen mit taiwanesischen Amtsträgern5 sowie in Nachrichten zu Myanmar auf. Storm-1376 nutzt seit mindestens Februar 2023 solche KI-generierten Nachrichtensprecher,6 der Umfang der Inhalte mit diesen Sprechern hat jedoch in den letzten Monaten zugenommen.
Collage eines Militärfahrzeugs
Abbildung 4: Storm-1376 veröffentlichte Videos auf Mandarin und Englisch, in denen die Gruppe behauptete, die Vereinigten Staaten und Indien seien für die Unruhen in Myanmar verantwortlich. In einigen dieser Videos wird derselbe KI-generierte Moderator verwendet.
Mit KI optimierte Videos: Wie von der kanadischen Regierung und anderen Forschenden offengelegt wurde, kamen in einer Kampagne, die sich gegen kanadische Abgeordnete richtete, KI-generierte Videos mit dem gefälschten Auftritt eines in Kanada lebenden chinesischen Dissidenten zum Einsatz.7 Diese Videos waren Teil einer über mehrere Plattformen laufenden Kampagne, zu der auch die Belästigung kanadischer Politiker auf ihren Social-Media-Konten gehörte. In den Videos wurde der Dissident so dargestellt, als würde er aufrührerische Aussagen gegen die Regierung Kanadas tätigen. Bereits zuvor wurden KI-optimierte Videos gegen diesen Dissidenten eingesetzt.
Eine Person, die an einem Schreibtisch sitzt.
Abbildung 5: KI-gesteuerte Deepfake-Videos, in denen sich der Dissident abfällig über Religion äußert. Obwohl eine ähnliche Taktik wie bei der Kanada-Kampagne angewendet wurde, scheinen diese Videos inhaltlich nichts miteinander zu tun zu haben.
KI-generierte Meme: Im Dezember verbreitete Storm-1376 eine Reihe KI-generierter Memes des Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Fortschrittspartei Taiwans, William Lai, zusammen mit einem Countdown, der die Tage bis zur Ablösung der Partei von der Macht herunterzählte.
Grafische Darstellung mit zwei Bildern nebeneinander, von denen eines eine Figur mit einem roten x und das andere dieselbe Figur ohne Markierung zeigt.
Abbildung 6: KI-generierte Memes beschuldigten den DPP-Präsidentschaftskandidaten William Lai, Gelder aus Taiwans zukunftsweisendem Infrastrukturentwicklungsprogramm veruntreut zu haben. Diese Memes enthielten vereinfachte Schriftzeichen (die in der VR China, nicht aber in Taiwan verwendet werden) und waren Teil einer Serie, die einen täglichen „Countdown zur Entmachtung der DPP“ zeigte.
Infografik zur Zeitleiste, die den Einfluss von KI-generierten Inhalten auf die Wahlen in Taiwan von Dezember 2023 bis Januar 2024 zeigt.
Abbildung 7: Eine Zeitleiste mit KI-generierten und -verbesserten Inhalten, die im Vorfeld der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Taiwan im Januar 2024 erschienen sind. Storm-1376 ergänzte mehrere dieser Inhalte und war für die Erstellung von Inhalten in zwei Kampagnen verantwortlich.

Mehr reaktive Nachrichten von Storm-1376 – manchmal mit konspirativen Narrativen

Storm-1376 ist ein Akteur, dessen Desinformations­kampagnen sich über mehr als 175 Websites und 58 Sprache erstrecken. Er lanciert häufig Kampagnen zu wichtigen geopolitischen Anlässen, insbesondere zu solchen, bei denen die USA in einem ungünstigen Licht erscheinen oder die die Interessen der KPCh in der APAC-Region befördern. Seit unserem letzten Bericht im September 2023 haben sich diese Kampagnen auf mehrere bedeutende Arten weiterentwickelt. Dazu gehören das Einbinden KI-generierter Fotos, um die Zielgruppe in die Irre zu führen, das Anheizen konspirativer Inhalte (insbesondere gegen die US-Regierung) und das Abzielen auf neue Bevölkerungsgruppen wie Südkorea mit lokalisierten Inhalten.

1. Behauptung, die „Wetterwaffe“ der US-Regierung habe die Brände auf Hawaii ausgelöst

Als im August 2023 Brände an der Nordwestküste von Maui (Hawaii) wüteten, nutzte Storm-1376 die Gelegenheit, um auf mehreren Social-Media-Plattformen konspirative Narrative zu verbreiten. In diesen Beiträgen wurde der US-Regierung vorgeworfen, die Brände absichtlich ausgelöst zu haben, um eine militärische „Wetterwaffe“ zu testen. Der Text wurde nicht nur in mindestens 31 Sprachen auf zahlreichen Websites und Plattformen veröffentlicht, Storm-1376 hat auch KI-generierte Bilder brennender Küstenstraßen und Häuser verwendet, damit die Inhalte stärker auffallen.8

Ein Bildcollage mit einem „Fake“-Stempel über Szenen von dramatischen Bränden.
Abbildung 8: Storm-1376 postete wenige Tage nach dem Ausbruch der Waldbrände verschwörungstheoretische Inhalte und behauptet, die Brände seien das Ergebnis von Tests der US-Regierung mit einer „meteorologischen Waffe“. Diese Beiträge wurden häufig von KI-generierten Fotos der riesigen Brände begleitet.

2. Verstärkung der Entrüstung über die Entsorgung radioaktiven Abwassers durch Japan

Nachdem Japan am 24. August 2023 damit begonnen hatte, aufbereitetes radioaktives Abwasser in den Pazifik einzuleiten, startete Storm-1376 eine aggressive, groß angelegte Nachrichtenkampagne, in der die japanische Regierung kritisiert wurde.9 Die Inhalte von Storm-1376 stellten die wissenschaftliche Beurteilung der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) infrage, wonach die Entsorgung sicher war. Storm-1376 verbreitete Nachrichten wahllos auf Social-Media-Plattformen in zahlreichen Sprachen, darunter Japanisch, Koreanisch und Englisch. In einigen Inhalten wurden sogar die USA beschuldigt, absichtlich andere Länder zu vergiften, um die „Wasserhegemonie“ zu erhalten. In dieser Kampagne genutzte Inhalte deuten auf KI-Generierung hin.

In einigen Fällen hat Storm-1376 Inhalte wiederverwendet, die zuvor von anderen Akteuren des chinesischen Propaganda-Ökosystems genutzt wurden. Dazu gehören auch Social Media-Influencer, die mit chinesischen Staatsmedien verbunden sind.10 Influencer und Ressourcen, die zu Storm-1376 gehören, haben drei identische Videos hochgeladen, in denen die Entsorgung von Fukushima-Abwasser kritisiert wird. Im Jahr 2023 hat die Zahl der Fälle zugenommen, bei denen Beiträge von unterschiedlichen Akteuren gleichzeitig identische Inhalte verwenden. Dies deutet auf eine Koordination oder Weisung bezüglich der Botschaften hin.

Ein zusammengesetztes Bild mit einer satirischen Illustration von Menschen, einem Screenshot eines Videos, das Godzilla zeigt, und einem Social Media-Post.
Abbildung 9: KI-generierte Memes und Bilder, die die Abwasserentsorgung in Fukushima kritisieren, von verdeckten chinesischen IO-Ressourcen (links) und chinesischen Regierungsbeamten (Mitte). Influencer, die mit chinesischen Staatsmedien verbunden sind, haben außerdem regierungsnahe Botschaften verstärkt, die die Entsorgung kritisieren (rechts).

3. Schüren von Zwietracht in Südkorea

Im Zusammenhang mit der Entsorgung von Fukushima-Abwasser hat Storm-1376 eine konzertierte Aktion mit lokalisierten Inhalten gegen Südkorea unternommen. Diese verstärkte die im Land stattfindenden Proteste gegen die Einleitung und enthielt Kritik an der japanischen Regierung. Im Rahmen dieser Kampagne wurden hunderte Beiträge auf Koreanisch auf verschiedenen Plattformen und Websites veröffentlicht, darunter auch auf südkoreanischen Social-Media-Seiten wie Kakao Story, Tistory und Velog.io.11
Im Rahmen dieser zielgerichteten Kampagne hat Storm-1376 die Kommentare und Aktionen des Vorsitzenden der Minjoo-Partei und erfolglosen Präsidentschaftskandidaten von 2022, Lee Jaemyung (이재명, 李在明), aktiv verstärkt. Lee kritisierte die Maßnahme Japans als „Terror mit verseuchtem Wasser“ und einem „zweiten Pazifikkrieg“ gleichkommend. Darüber hinaus beschuldigte er die aktuelle Regierung Südkoreas, durch ihre Unterstützung der Entscheidung Komplize Japans zu sein und begann als Protest einen 24-tägigen Hungerstreik.12
Vierteiliger Comic, der die Umweltverschmutzung und ihre Auswirkungen auf das Meeresleben thematisiert.
Abbildung 10: Koreanischsprachige Memes der südkoreanischen Blogging-Plattform Tistory verstärken die Uneinigkeit über die Entsorgung von Fukushima-Abwasser.

4. Entgleisung in Kentucky

Während der Thanksgiving-Feiertage im November 2023 ist in Rockcastle County, Kentucky, ein Güterzug mit geschmolzenem Schwefel entgleist. Etwa eine Woche später startete Storm-1376 eine Social-Media-Kampagne, in der diese Entgleisung ausgenutzt wurde. Dabei wurden Verschwörungstheorien gegen die US-Regierung verbreitet und die politische Spaltung der US-Wählerschaft betont. Letztlich wurden dadurch Misstrauen und Desillusionierung gegenüber der US-Regierung geschürt. Storm-1376 bedrängte das Publikum, in Betracht zu ziehen, dass die US-Regierung für die Entgleisung verantwortlich war und „vorsätzlich etwas geheim gehalten hat“.13 In einigen Beiträgen wurde die Entgleisung sogar mit Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit 9/11 und Pearl Harbor in Verbindung gebracht.14

Chinesische IO-Sockenpuppen greifen politische Themen in den USA auf

In unserem Bericht von September 2023 haben wird erläutert, dass mit der KPCh verbundene Social Media-Konten neuerdings US-Wähler und -Wählerinnen imitieren, indem sie sich als Amerikaner und Amerikanerinnen aus dem gesamten politischen Spektrum ausgeben und Kommentare von authentischen Benutzern und Benutzerinnen beantworten.15 Diese Anstrengungen, die US-Zwischenwahlen von 2022 zu beeinflussen, markierten die erste beobachtete chinesische Beeinflussungskampagne.

Das Microsoft Threat Analysis Center (MTAC) hat eine geringfügige, aber stetige Zunahme weiterer Sockenpuppenkonten festgestellt, von denen wir mit einiger Sicherheit annehmen, dass sie zur KPCh gehören. Auf X (ehemals Twitter) wurden diese Konten bereits 2012 oder 2013 angelegt. Die ersten Beiträge erschienen unter den aktuellen Personas jedoch erst in 2023. Dies lässt vermuten, dass die Konten erst kürzlich erworben oder einem neuen Zweck zugeführt wurden. Diese Sockenpuppen posten selbst produzierte Videos, Memes und Infografiken, aber auch wiederverwendete Inhalte von anderen öffentlichkeitswirksamen politischen Konten. Die Konten posten fast ausschließlich zur US-Innenpolitik: vom Drogenkonsum über die Einwanderungspolitik bis hin zu Rassenkonflikten. Gelegentlich finden sich aber auch Kommentare zu für China relevante Themen, wie die Entsorgung des Fukushima-Abwassers oder chinesische Dissidenten.

Screenshot eines Computers mit verschiedenen Texten zu aktuellen Themen und Problemen.
Abbildung 11: Im Laufe des Sommers und Herbstes haben chinesische Sockenpuppen und Personas in ihren Beiträgen zu politischen Themen und aktuellen Ereignissen in den USA häufig ansprechende Bilder verwendet, die manchmal durch generative KI verbessert wurden.
Neben politisch motivierten Infografiken oder Videos fragen diese Konten ihre Follower und Followerinnen häufig, ob sie einem bestimmten Thema zustimmen. Einige dieser Konten haben über verschiedene Präsidentschaftskandidaten und -kandidatinnen gepostet und dann ihre Follower und Followerinnen gefragt, ob sie sie unterstützen. Zweck dieser Taktik kann eine engere Nutzerbindung sein. Möglicherweise sollten aber auch Erkenntnisse zu Ansichten von Amerikanern und Amerikanerinnen zur US-Politik gesammelt werden. Mithilfe weiterer solcher Konten könnte die Datensammlung im Zusammenhang mit wichtigen demografischen Wählerdaten innerhalb der USA verbessert werden.
Bildvergleich im geteilten Bildschirm: links ein Militärjet, der von einem Flugzeugträger startet, und rechts eine Gruppe von Menschen, die hinter einer Absperrung sitzen
Abbildung 12: Chinesische Sockenpuppen bitten andere Nutzer auf X um ihre Meinung zu politischen Themen.

Nordkoreanische Cyberbedrohungsakteure haben im Jahr 2023 enorme Summen in Kryptowährung gestohlen, Angriffe auf die Softwarelieferkette durchgeführt und vermeintliche Feinde der nationalen Sicherheit angegriffen. Durch ihre Operationen wurden Einnahmen für die nordkoreanische Regierung generiert, insbesondere für das Waffenprogramm, und es wurden Daten über die USA, Südkorea und Japan gesammelt.16

Infografik mit den Sektoren und Ländern, die am stärksten von Cyberbedrohungen betroffen sind.
Abbildung 13: Die Sektoren und Länder, die von Juni 2023 bis Januar 2024 am stärksten im Visier Nordkoreas standen, basierend auf den Benachrichtigungsdaten von Microsoft Threat Intelligence für Nationalstaaten.

Nordkoreanische Cyberakteure erbeuten Kryptowährung in Rekordhöhe, um Einnahmen für den Staat zu generieren

Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge haben nordkoreanische Cyberakteure seit 2017 Kryptowährungen im Wert von mehr als drei Milliarden US-Dollar gestohlen.17 Allein im Jahr 2023 erbeuteten sie zwischen 600 Millionen und 1 Milliarde USD. Berichten zufolge finanzieren diese gestohlenen Gelder über die Hälfte des Nuklear- und Waffenprogramms des Landes. Trotz Sanktionen kann Nordkorea dadurch weiterhin Waffen entwickeln und testen.18 Im letzten Jahr hat Nordkorea zahlreiche Waffentests und Militärübungen durchgeführt. Am 21. November 2023 wurde sogar ein militärischer Aufklärungssatellit in den Weltraum geschickt.19

Drei von Microsoft beobachtete Bedrohungsakteure – Jade Sleet, Sapphire Sleet und Citrine Sleet – haben sich seit Juni 2023 am stärksten auf Kryptowährungsziele konzentriert. Jade Sleet hat in großen Raubüberfällen Kryptowährung erbeutet, während Sapphire Sleet kleinere, aber häufigere Diebstähle von Kryptowährung durchgeführt hat. Microsoft hat den Diebstahl von mindestens 35 Millionen USD von einer Krypto-Firma in Estland Anfang Juni 2023 Jade Sleet zugeschrieben. Microsoft hat auch den Raub von mehr als 125 Millionen USD von einer Krypto-Plattform in Singapur einen Monat später Jade Sleet zugeordnet. Im August 2023 hat Jade Sleet damit begonnen, Krypto-Casinos zu kompromittieren.

Sapphire Sleet hat immer wieder zahlreiche Mitarbeitende kompromittiert, darunter Führungskräfte und Fachkräfte in der Entwicklung in Krypto-, Venture-Capital- und anderen Finanzorganisationen. Darüber hinaus hat Sapphire Sleet neue Techniken entwickelt. Dazu zählen das Senden von Einladungen zu virtuellen Fake-Besprechungen mit Links zu einer Angreiferdomäne und die Registrierung von Fake-Websites zur Jobvermittlung. Citrine Sleet hat den 3CX-Lieferkettenangriff vom März 2023 fortgesetzt, indem eine nachgelagerte Firma für Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte mit Sitz in der Türkei kompromittiert wurde. Das Opfer hat eine gefährdete Version der 3CX-Anwendung gehostet, die mit der Lieferkettenkompromittierung verknüpft ist.

Nordkoreanische Cyberakteure bedrohen den IT-Sektor mit Spear-Phishing-Kampagnen und Angriffen auf die Softwarelieferkette

Nordkoreanische Bedrohungsakteure haben Angriffe auf die Softwarelieferkette von IT-Firmen durchgeführt und so Zugriff auf deren nachgelagerte Kunden erlangt. Jade Sleet hat in einer Social-Engineering-Spear-Phishing-Kampagne GitHub-Repositorys und npm-Pakete als Waffen verwendet, um Mitarbeitende in Krypto- und Technologieorganisationen anzugreifen.20 Die Angreifenden gaben sich als Fachkräfte in der Entwicklung oder der Personalvermittlung aus und luden die Zielpersonen zur Zusammenarbeit an einem GitHub-Repository ein. Dabei wurden sie davon überzeugt, Inhalte zu klonen und auszuführen, die die schädlichen npm-Pakete enthielten. Diamond Sleet hat im August 2023 die Lieferkette eines IT-Unternehmens mit Sitz in Deutschland kompromittiert und eine Anwendung einer IT-Firma aus Taiwan als Waffe verwendet, um im November 2023 einen Lieferkettenangriff durchzuführen. Diamond Sleet und Onyx Sleet haben beide im Oktober 2023 das Sicherheitsrisiko „TeamCity CVE-2023- 42793“ missbraucht. Damit konnten Angreifende einen Angriff mit Remotecodeausführung durchführen und die administrative Steuerung des Servers erlangen. Diamond Sleet nutzte diese Technik, um Hunderte von Opfern in unterschiedlichen Branchen in den USA und europäischen Ländern, einschließlich Vereinigtes Königreich, Dänemark, Irland und Deutschland, zu kompromittieren. Onyx Sleet hat dasselbe Sicherheitsrisiko missbraucht, um mindestens 10 Opfer zu kompromittieren, darunter ein Softwareanbieter in Australien und eine Regierungsbehörde in Norwegen. Anschließend wurden weitere Payloads ausgeführt.

Ziele der nordkoreanischen Cyberakteure waren die USA, Südkorea und deren Verbündete

Bedrohungsakteure aus Nordkorea zielten weiterhin auf vermeintliche Feinde für die nationale Sicherheit ab. Diese Cyberaktivität veranschaulichte das geopolitische Ziel von Nordkorea, der trilateralen Allianz zwischen den USA, Südkorea und Japan entgegenzuwirken. Beim Camp-David-Gipfel im August 2023 festigten die Staats- und Regierungschefs der drei Länder diese Partnerschaft. Ruby Sleet und Onyx Sleet setzten ihre Angriffe auf Luftfahrt- und Verteidigungsorganisationen in den Vereinigten Staaten und Südkorea fort. Emerald Sleet setzte die Aufklärungs- und Spear-Phishing-Kampagne gegen Diplomaten und Fachleute in den Bereichen Regierung, Think Tanks/NGOs, Medien und Bildung auf der koreanischen Halbinsel fort. Pearl Sleet hat im Juni 2023 Operationen gegen südkoreanische Entitäten fortgesetzt, die mit nordkoreanischen Überläufern und Aktivisten in Verbindung stehen, die sich schwerpunktmäßig mit der Menschenrechtslage in Nordkorea befassen. Microsoft vermutet, dass es bei diesen Aktivitäten um Datensammlung geht.

Nordkoreanische Akteure implementieren Hintertüren in legitimer Software

Nordkoreanische Bedrohungsakteure nutzten zudem Hintertüren in legitimer Software und profitierten so von Sicherheitsrisiken in vorhandener Software. Im ersten Halbjahr 2023 setzte Diamond Sleet häufig VNC-Schadsoftware als Angriffswerkzeug ein, um Opfer zu kompromittieren. Im Juli 2023 hat Diamond Sleet erneut PDF-Reader-Schadsoftware als Waffe eingesetzt. Diese Technik wurde von Microsoft Threat Intelligence in einem Blogbeitrag im September 2022 analysiert.21 Wahrscheinlich hat Ruby Sleet zudem im Dezember 2023 ein Hintertür-Installationsprogramm eines südkoreanischen Programms für elektronische Dokumente eingesetzt.

Nordkorea setzt KI-Tools für böswillige Cyberaktivitäten ein

Nordkoreanische Bedrohungsakteure passen sich an das KI-Zeitalter an. Sie erlernen den Einsatz von Tools, die auf KI und großen Sprachmodellen (Large Language Models, LLMs) basieren, um ihre Operationen effizienter und effektiver zu gestalten. So haben Microsoft und OpenAI beispielsweise festgestellt, dass Emerald Sleet LLMs nutzt, um Spear-Phishing-Kampagnen gegen Experten der koreanischen Halbinsel auszuweiten.22 Emerald Sleet hat mithilfe von LLMs nach Sicherheitslücken gesucht und Aufklärungsarbeit zu Organisationen und Fachleuten geleistet, deren Schwerpunkt Nordkorea ist. Emerald Sleet nutzte LLMs auch für die Behandlung technischer Probleme, für einfache Skriptaufgaben und für den Entwurf der Inhalte von Spear-Phishing-Nachrichten. Microsoft hat gemeinsam mit OpenAI Konten und Ressourcen deaktiviert, die mit Emerald Sleet in Verbindung stehen.

China feiert im Oktober den 75. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China. Nordkorea treibt wichtige Programme zu ausgereiften Waffen voran. Gleichzeitig stehen in Indien, Südkorea und in den USA Wahlen an. Wahrscheinlich werden chinesische Cyber- und Desinformationsakteure und zu einem gewissen Grad auch nordkoreanische Cyberakteure diese Wahlen zum Ziel nehmen.

China wird wenigstens KI-generierte Inhalte erstellen und verstärken, die die eigenen Positionen in diesen wichtigen Wahlen stützen. Der Einfluss solcher Inhalte bleibt zwar in wechselnden Zielgruppen gering, aber mit mehr chinesischen Experimenten beim Ergänzen von Memes, Videos und Audios können sie letztlich effektiv sein. Chinesische Cyberakteure haben lange Aufklärung hinsichtlich der politischen Institutionen der USA betrieben. Wir erwarten daher, dass Desinformationsakteure mit Amerikanern und Amerikanerinnen interagieren und möglicherweise Perspektiven auf die US-Politik ausforschen.

Da Nordkorea die Regierungspolitik ändert und ehrgeizige Pläne für Waffentests verfolgt, gehen wir von immer ausgereifteren Diebstählen von Kryptowährungen und Angriffen auf Lieferketten aus, die sich gegen den Verteidigungssektor richten. Dadurch möchte das Regime Geld einnehmen und die Entwicklung neuer militärischer Kompetenzen ermöglichen.

  1. [1]
    archive.is/0Vdez
  2. [4]

    錯誤】網傳「台灣阿銘的公開信」?集中投給特定陣營?非郭台銘發出”, 1. Januar 2024,

    mygopen.com/2024/01/letter.html “【假借冠名】網傳「
    台灣阿銘的公開信」?“, 11. Januar 2024, tfc-taiwan.org.tw/articles/10143

  3. [7]
    „Probable PRC „Spamouflage“ campaign targets dozens of Canadian Members of Parliament in disinformation campaign“, Oktober 2023,
  4. [9]
    Mehrere Quellen haben die anhaltende Propagandakampagne der chinesischen Regierung dokumentiert. Mit dieser soll internationale Empörung über die Entscheidung Japans geschürt werden, das nukleare Abwasser aus dem Fukushima-Daiichi-Unfall von 2011 zu entsorgen. Siehe: „China’s Disinformation Fuels Anger Over Fukushima Water Release“, 31. August 2023, “Japan targeted by Chinese propaganda and covert online campaign“, 8. Juni 2023
  5. [11]
    web.archive.org/web/*/https:/gdfdhgkjhk.tistory.com/
  6. [13]
    archive.is/2pyle

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