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Visuelle Tools für alle fünf Phasen des Projektlebenszyklus

Wer diesen Beitrag liest, kommt an der Wahrheit nicht vorbei: Effektives Projektmanagement ist eine Schlüsselqualifikation. In großen Arbeitsprojekten ist es eine enorme Herausforderung, alle Personen, Zeitachsen und Aufgaben im Blick zu behalten. Besonders unbekannte oder unerwartete Ereignisse können die Planung ins Wanken bringen.  

 

Untersuchungen zeigen, dass nur etwas mehr als die Hälfte aller Unternehmensprojekte pünktlich und im Budgetrahmen abgeschlossen werden. Dieses Phänomen ist häufig auf den gefürchteten „Scope Creep“ zurückzuführen, also die schleichende Ausweitung der Projektanforderungen während des gesamten Projektlebenszyklus.  

 

Eine wirksame Methode besteht darin, sich an die „fünf Phasen“ des Projektmanagement-Lebenszyklus zu halten: Initiierung, Planung, Durchführung, Überwachung und Abschluss. Dabei handelt es sich um ein heute allgemein anerkanntes Konzept, das vom Project Management Institute (PMI) bereits vor Jahrzehnten entwickelt wurde. Es dient Projektmanagern als Bezugsrahmen für die geplante, fokussierte und organisierte Umsetzung von Projekten.   

 

Es gibt heute viele Projektmanagement-Strategien, die Ihnen und Ihrem Team helfen, alle fünf Phasen zu durchlaufen. Visuelle Diagrammtools sind eine einfache und sehr effiziente Methode, um den Ablauf von Anfang bis Ende klar zu umreißen – für sich selbst und in den Köpfen aller Teammitglieder.  

 

Hier sind einige Vorschläge. 

Initiierung

Bevor Sie ein Projekt in Angriff nehmen, müssen Sie herausfinden, um welche Idee es geht, warum sie wichtig ist und ob sie umgesetzt werden kann. Diese Phase ist entscheidend. Wenn die Idee genial, aber mit den vorhandenen Ressourcen nicht zu verwirklichen ist, muss sie verworfen (oder zumindest angepasst) werden. 

 

Kein Projektmanager kann die Vision alleine bestimmen. Es ist wichtig, Ideen zu sammeln und frühzeitig Feedback einzuholen. Visuelle Tools tragen dazu dabei, dass alle Beteiligten auf dem gleichen Stand sind.  

 

Ein guter Einstiegspunkt ist die Brainstorming-Vorlage. Von Mindmaps bis hin zu Affinitäts- und Clusteringdiagrammen bietet sie viele Möglichkeiten. Das visuelle Brainstorming eignet sich für Projekte jeder Art. Damit lassen sich neue Ideen anregen, erfassen und direkt organisieren. 

 

Eine weitere nützliche Option ist die SWOT-Analyse. SWOT-Analysen – Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) – unterstützen die Entscheidungsfindung und die Planung großer Geschäftsideen. Beispiel: Ein Hersteller von modischem Smartphonezubehör denkt über die Einführung einer neuen Produktlinie nach. Lange bevor das Design an die Reihe kommt, müssen erst die Kosten und die Wettbewerbssituation abgewogen werden. 

 

In dieser Phase ist es am wichtigsten, sich mit allen Projektbeteiligten abzustimmen. Dann erst kommt der nächste Schritt. Die einfache visuelle Dokumentation ist eine große Hilfe, um einen gemeinsamen Nenner zu finden. 

Planung

Im nächsten Schritt muss nun überlegt werden, wie das Projekt umgesetzt werden soll. Wer gehört zum Team? Welche Aufgaben stehen an? Welche Aufgaben hängen voneinander ab? Wie lange dauert das Projekt?  

Ein sehr gutes visuelles Werkzeug für diesen Prozessschritt ist das Gantt-Diagramm. Mit diesen Diagrammen lassen sich Projektaufgaben genau definieren und zeitlich steuern – bis hin zu den Tageszielen. Die Diagrammsoftware erleichtert eine Reihe von Schritten wie: Meilensteine hinzufügen, Aufgaben verknüpfen, Diagramme farblich kennzeichnen und viele mehr.  

Eine noch bessere visuelle Übersicht über den Projektlebenszyklus bietet das Zeitachsen-Diagramm. Dieser Diagrammtyp ist in Zeitachsen- oder Roadmap-Vorlagen enthalten. Eine solche Gliederung der Prozessschritte kann sehr hilfreich sein, um sich mit anderen Teams oder der Unternehmensleitung auszutauschen.  

Ein Mann, der an einem Tisch sitzt und auf einen Laptop schaut

Einfaches Projektmanagement.

Mit diesem Tool wird jeder zum Projektmanager. Nutzen Sie Microsoft Project als einfache und leistungsfähige Lösung für erfolgreiches Projektmanagement.

Wichtig ist vor allem, sich selbst und dem Team viele detaillierte Fragen zum Projekt zu stellen. So erhalten Sie eine möglichst genaue Zeitachse, ob mit einem Gantt-Diagramm, einer Zeitachsen-Vorlage oder beidem zusammen.  

 

Mit online verfügbaren Zeitachsen und Gantt-Diagrammen können alle Teammitglieder in Echtzeit zum Dokument beitragen und den Status ihrer Aufgaben mühelos in einer individuellen Ansicht verfolgen.

Ausführung

Ob die Durchführung gelingt, hängt von einer erfolgreichen Planungsphase ab. Eines der besten visuellen Tools für die Umsetzung komplexer Projekte eignet sich auch hervorragend für die Planungsphase: das Flussdiagramm.  

Mithilfe funktionsübergreifender Flussdiagramme können Projektmanager z. B. genau definieren, wer für das Erreichen bestimmter Meilensteine verantwortlich ist und welche Abhängigkeiten zwischen Aufgaben bestehen. In einigen Projekten arbeiten manche Teams auch an anderen Projektaufgaben mit. Mit Diagrammen lässt sich dies und vieles mehr ganz einfach abbilden.   

Beispielsweise definiert eine „Swim Lane“, wer an einer Aufgabe beteiligt ist, und eine „Phase Box“ stellt die Zeitachse oder den Meilenstein visuell dar. 

Nachdem das Projekt gestartet wurde und sich in der Durchführungsphase befindet, empfiehlt sich ein gemeinsam nutzbares Flussdiagramm, um alle schnell auf denselben Stand zu bringen. Teammitglieder können das Diagramm auch kommentieren und bei Bedarf Kontext oder Ergänzungen hinzufügen. Die anklickbaren Shapes sind erweiterbar, um zusätzliche Informationen anzuzeigen, oder können auch mit externen Daten wie einer Datenbank oder Tabelle verknüpft werden.  

Überwachung

An diesem Punkt nimmt das Projekt Fahrt auf. Es ist aber immer noch wichtig, die einzelnen Aufgaben zu überwachen, damit nichts aus dem Ruder läuft. Einer der Vorteile von Onlinevisualisierungen und datengebundenen Diagrammen besteht darin, dass der Fortschritt auch für andere leicht nachvollziehbar ist – und zwar nicht nur für direkte Projektbeteiligte. 

Diagrammsoftware enthält oft einfache Vorlagen für Statusberichte, mit denen Projektmanager die wesentlichen Punkte herausfiltern und mit Vorgesetzten und externen Kunden oder Beteiligten teilen können. 

Wenn dem gesamten Prozessablauf mehrere Dokumente zugrunde liegen (von der SWOT-Analyse bis zum Flussdiagramm), bleiben Projekte zuverlässig auf Kurs. Auch die schleichende Ausweitung des Projektumfangs kann verhindert werden, indem Sie die ursprünglichen Ziele und Leistungsanforderungen des Projekts im Auge behalten. 

Diagramm- und Automatisierungssoftware arbeiten ebenfalls gut zusammen. Nachdem Sie den Projektablauf abgesteckt haben, können Sie automatische Trigger setzen wie z. B. eine Benachrichtigung nach Abschluss einer Aufgabe. 

Abschluss

Geschafft! Sobald Ihr Team alle Leistungen erbracht hat, ist das Projekt abgeschlossen. In dieser letzten Phase kommt es aber darauf an, sich einen Moment Zeit zu nehmen, um das Projekt rückblickend zu bewerten. Wenn im gesamten Prozess aussagekräftige Visualisierungen zur Hand sind, zeigt die Rückschau auf einen Blick, was gut und was nicht gut funktioniert hat. 

Auch Nachbesprechungen mit Teammitgliedern und anderen Beteiligten sollten auf der Agenda stehen, um Erfolge und Probleme zu erörtern. Hier kommt mit der Post-Mortem-Projektvorlage ein weiteres Diagrammtool ins Spiel, mit dem Sie während des Meetings Feedback und Ideen zusammentragen.  

Speichern Sie die gesamte Dokumentation an einem zentralen Ort, damit sie als Ressource für Folgeprojekte zur Verfügung steht. 

Die akribische Planung und Dokumentation erscheint manchmal vielleicht übertrieben, aber sie hilft wirklich. Der Einsatz visueller Tools für die Planung, Kommunikation und Überwachung ist eine der sichersten Methoden, um Projekte auf Kurs zu halten und im Budget- und Zeitrahmen umzusetzen. 

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